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| CORONA-UPDATE

Corona-Update vom Bund-Länder-Treffen am 14.10.2020


Die Infektionszahlen steigen und die Unsicherheit wächst

Wir wollen versuchen, einen übersichtlichen und kurzen Überblick zu verschaffen!

Eine bundeseinheitliche Einigung ist aufgrund der unterschiedlichen Infektionsdichte der Bundesländer sehr schwer. Sachsen-Anhalt hat z.B. viermal weniger Infektionsfälle wie Nordrhein-Westfalen. Auch Sachsen verlangt keine Daten an der Kneipentür und hebt sogar das Beherbungsverbot auf, was auch Baden-Württemberg tut. Andere Bundesländer agieren da sehr viel strenger. Trotz des Versuches einer einheitlichen Lösung, ist der Spagat der Regeln dennoch sehr groß. Nachfolgend zeigen wir kurz und bündig das Ergebnis des gestrigen Treffens.

Die neuen Regelungen im Überblick:

Ab 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (innerhalb 7 Tage) kann es bereits zu Sperrstunden kommen. So geht es aus der Beschlussvorlage für den Bund-Länder-Gipfel vor.

Ab 35 Neuinfektionen gilt also:

- Überall dort, wo Menschen längere Zeit dichter zusammenkommen, soll Maskenpflicht gelten, z. B. in Stadtzentren, Fußgängerzonen oder öffentlichen Plätzen.

- Für Privatfeiern eine Begrenzung auf 25 Teilnehmer im öffentlichen Raum, im privaten Raum nur 15 Teilnehmer (Bisher gab es hier nur die Empfehlung auf 25 Teilnehmer im privaten öffentlichen Raum zu begrenzen.)

Die Regeln sind schwächer als gefordert. Dazu kommt, dass private Feiern schwer kontrollierbar sind.

Ab 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (innerhalb 7 Tage) soll eine Sperrstunde um 23:00 Uhr bis 6:00 Uhr morgens für die Gastronomie verhängt werden. Bars und Clubs sollen geschlossen werden. Dies ist z.B. in Berlin und Düsseldorf bereits der Fall. Nach 23:00 Uhr darf kein Alkohol mehr verkauft werden. Hier hat Berlin 2 Tage später bereits interveniert und die Sperrstunde gekippt.

Weiterhin gilt ab 50 Neuinfektionen:

- Private Feiern sollen auf maximal 10 Teilnehmer und zwei Haushalte begrenzt werden. Das ist eine ähnliche Regelung wie zu Beginn der Pandemie im März.

- Öffentliche Veranstaltungen: Bei mehr als 100 Teilnehmern muss die Gesundheitsbehörde ihre Zustimmung geben.

>> Hier geht zur KARTE MIT DEN AKTUELLEN DER CORONA-AUSBREITUNG.


Beherbergungsverbot, Quarantäne, Schule, Kontaktverfolgung und Wirtschaft

Zum Thema Beherbergungsverbot konnte keine einheitliche Lösung gefunden werden. Hier bleibt es weiter unübersichtlich. Anfang November soll ein neuer Einigungsversuche gestartet werden. Bisher gibt es keine Regelung, lediglich eine „eindringliche“ Aufforderung „nicht erforderliche innerdeutsche Reisen“ in Risikogebiete „zu vermeiden“. Wie eingangs bereits erwähnt, haben u. A. Sachsen, Baden-Württemberg und Niedersachsen am Tag danach das Verbot bereits wieder gekippt.

In Quarantäne muss, der aus einem Risikogebiet zurückkehrt. Zudem muss man sich beim zuständigen Gesundheitsamt melden und spätestens 48 Stunden nach Rückkehr einen Corona-Test machen.

► Welche Risikogebiete gibt es? BITTE HIER KLICKEN

► Infos für Reisende und Pendler in Deutschland: BITTE HIER KLICKEN

Ab 8. November gilt, dass man sich erst nach 5 Tagen testen lassen darf, wenn man in den zehn Tagen davor in einem Risikogebiet war. Grund dafür ist: Nach fünf Tagen ist das Testergebnis aussagekräftiger und ein Wiederholungstest somit unnötig.

Bezüglich der Kontaktverfolgung haben bisher nur 10.000 Menschen ihr positives Test-Ergebnis in die Corona-Warn-App eingetragen. Die Ämter sind überlastet und die Herbeiziehung der Bundeswehr zur Hilfe wird diskutiert.

Die bis zum Jahresende auslaufenden Überbrückungshilfen für Künstler, Gastronomen und Hoteliers will die Bundesregierung um ein halbes bis zum 30. Juni 2021 verlängern. Die Hilfsmaßnahmen für die Wirtschaft sollen verbessert werden.

Die Schulen- und Kita-Betriebe sollen aufrecht erhalten bleiben. Dies gehöre laut dem Treffen zu den obersten Prioritäten.

Alles in Allem bleibt es uns wohl leider nur übrig, dass wir uns regelmäßig über die neuen Regeln informieren...


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