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Hasskommentare, Gewaltfantasien und sogar Drohungen im Netz. Mit alledem muss sich die Moderatorin Dunja Hayali seit einem TV-Interview mit Dirk Peglow über die aktuelle Kriminalstatistik der Polizei auseinandersetzen.
Die Moderatorin hat den Vorsitzenden des Bundes Deutscher Kriminalbeamter (BDK) im Rahmen des heute journals zu der derzeitigen polizeilichen Kriminalstatistik interviewt.
Im Mittelpunkt stand dabei die erhebliche Zahl der Fälle, in denen Gewalt an Frauen verübt wurde oder Frauen sexuell missbraucht wurden. Laut Statistik ist diese Zahl um erschreckende 8,5% gestiegen.
Dunja Hayali stellte Dirk Peglow zum Abschluss des Interviews die Frage, was er als Kriminalbeamter Frauen angesichts der Entwicklung rate. Dieser antwortete daraufhin folgendes:
Wenn man nach der statistischen Anzahl geht, besser keine Beziehung mit einem Mann eingehen. Da ist das Risiko erheblich höher, Opfer von psychischer oder physischer Gewalt zu werden.
Auf diese Aussage folgten Hasskommentare und Drohungen im Netz sowohl gegen Dunja Hayali als auch gegen Dirk Peglow.
Peglow stellte klar, dass seine Antwort auf Hayalis Frage offensichtlich überspitzt und provokant gemeint war. Seiner Aussage nach sei nur eine Minderheit der Männer gewalttätig und somit Täter, die deutliche Mehrheit hingegen nicht.
Auch Hayali reagiert online auf die Anfeindungen. Sie veröffentlicht ein Video in den sozialen Netzwerken, in dem sie sich nüchtern mit den Kommentaren auseinandersetzt. Anstatt das Problem, nämlich den erheblichen Anstieg der Gewalt gegen Frauen, zu beklagen, zeigen einige Männer ihre Wut über die Aussage in Form von Gewaltfantasien und Gewaltandrohungen gegen die Moderatorin und den Kriminalbeamten.
Sie erklärt zudem, dass sich nicht alle Männer in ihrem Bekanntenkreis von der Aussage angegriffen fühlen würden. Viele würden die Intention der Aussage verstehen und wären stattdessen sauer auf diejenigen Männer, die die Probleme verursachen und nicht auf die Menschen, die auf die Probleme aufmerksam machen.
Das Reputationsrecht befasst sich mit dem Schutz des guten Rufs von Personen oder Unternehmen, insbesondere im digitalen Raum. Besonders bei Hass im Internet gewinnt dieses Rechtsgebiet zunehmend an Bedeutung, da sich Inhalte schnell verbreiten und langfristige Schäden verursachen können. Die Reputation ist für viele Rechtsgebiete bedeutsam, so zum Beispiel neben dem Medien- und Presserecht auch im Wettbewerbsrecht.
Wenn Sie sich mit Hasskommentaren, Drohungen oder Anfeindungen im Netz konfrontiert sehen, sind wir bei SBS Legal der richtige Ansprechpartner für Sie.
Unsere Experten für Reputationsrecht unterstützen Sie bei Verfahren gegen die Rufschädigung, gehen gegen Verletzungen des Persönlichkeitsrechts vor, setzen Unterlassungs- und Gegendarstellungsansprüche für Sie durch und sorgen dafür, dass rufschädigende Darstellungen aus dem Internet entfernt werden.
In Zusammenarbeit mit der Organisation HateAid gehen wir entschlossen gegen Hass und Gewalt im digitalen Raum vor, um die freie Meinungsäußerung zu schützen und Respekt und Toleranz zu wahren.
Wenn Sie also von Hass oder Gewalt im Internet betroffen sind, melden Sie sich. Wir stehen Ihnen mit rechtlicher Unterstützung gerne zur Seite.