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Ist CBD in Deutschland legal?


Cannabis, Marihuana und Hanf – diese Begriffe sind den meisten seit der Hippie-Ära vor allem durch ihre berauschende Wirkung bekannt. CBD (Cannabidiol) ist ein Cannabinoid der Cannabispflanze. Es ist in Deutschland nicht pauschal verboten. Legal kann CBD insbesondere dann sein, wenn das Produkt die gesetzlichen Anforderungen an THC-Gehalt, Herkunft, Produktart und Verkehrsfähigkeit erfüllt. Strafrechtliche Risiken bestehen vor allem bei THC-Überschreitungen, illegalem Handel, Einfuhr oder nicht verkehrsfähigen Produkten.

CBD oder THC ?

Der Unterschied zwischen CBD und THC liegt in der chemischen Zusammensetzung. Während THC psychoaktiv wirkt und somit einen Rauschzustand erzeugt, wirkt CBD hingegen entspannend, ohne berauschend zu sein. Daher ist auch die rechtliche Behandlung von CBD und THC unterschiedlich.

Cannabis, Marihuana und Hanf

Cannabis, Marihuana und Hanf sind die drei bekanntesten Begriffe.

Unter Cannabis versteht man den Oberbegriff der Pflanzengattung. Dieser teilt sich in die Unterkategorien Hanf und Marihuana auf:

  • In „Hanf" (auch „Nutzhanf" oder „Industriehanf") ist meist ein höherer CBD-Gehalt und weniger als 0,3 % THC enthalten. Er dient der Herstellung von CBD-Produkten, Hanfkosmetik, Textilien und anderen industriellen Anwendungen.
  • In „Marihuana" dagegen ist ein höherer THC-Gehalt enthalten. Es wird in der Medizin genutzt oder als Rauschmittel konsumiert.

Besitz von Cannabis – strafbar oder legal?

Grundsätzlich gilt: CBD ist in Deutschland nicht automatisch illegal. Entscheidend sind unter anderem THC-Gehalt, Produktart, Verwendungszweck, Herkunft und die Frage, ob ein Missbrauch zu Rauschzwecken ausgeschlossen ist.

Seit dem 1. April 2024 ist Cannabis in Deutschland teilweise legalisiert. Das Konsumcannabisgesetz (KCanG) hat die bisherigen Regelungen des Betäubungsmittelgesetzes für Cannabis abgelöst.

Für Erwachsene ab 18 Jahren gilt:

  • Besitz im öffentlichen Raum: bis zu 25 Gramm getrocknetes Cannabis straffrei
  • Besitz im privaten Raum: bis zu 50 Gramm getrocknetes Cannabis straffrei
  • Privater Eigenanbau: bis zu drei blühende Cannabispflanzen pro Person in der eigenen Wohnung
  • Anbauvereinigungen (Cannabis Social Clubs): Seit dem 1. Juli 2024 dürfen nicht-gewerbliche Vereine gemeinschaftlich Cannabis anbauen und an Mitglieder weitergeben (max. 25 g/Tag, 50 g/Monat; für 18- bis 21-Jährige: max. 30 g/Monat mit THC-Begrenzung)

Weiterhin verboten bleiben:

  • Handel mit Cannabis (gewerblicher Verkauf)
  • Weitergabe an Minderjährige (Straftat)
  • Einfuhr aus dem Ausland
  • Konsum in Schulen, Sportstätten, Kinderspielplätzen und in deren Umkreis (100 m um Eingangsbereiche)
  • Konsum in Fußgängerzonen zwischen 7 und 20 Uhr

Ausnahmevorschriften für Nutzhanf

Nutzhanf ist vom Konsumcannabisgesetz ausgenommen, wenn:

  • Der THC-Gehalt 0,3 Prozent nicht übersteigt
  • Der Verkehr ausschließlich gewerblichen oder wissenschaftlichen Zwecken dient
  • Ein Missbrauch zu Rauschzwecken ausgeschlossen ist

Wichtig: Für hanfhaltige Lebensmittel gelten deutlich strengere Grenzwerte (z. B. 3 mg/kg für Hanfsamenprodukte).

Das Konsumcannabisgesetz (KCanG)

Cannabis ist nicht mehr im BtMG gelistet, sondern wird durch das KCanG geregelt.


Wie ist medizinisches Cannabis geregelt?

Seit 2017 können Ärztinnen und Ärzte medizinisches Cannabis verschreiben. Mit dem Medizinal-Cannabisgesetz wurde dieses separat vom Konsumcannabis geregelt und ist weiterhin in Apotheken erhältlich.

THC-Grenzwert im Straßenverkehr

Seit dem 22. August 2024 gilt im Straßenverkehr ein THC-Grenzwert von 3,5 Nanogramm pro Milliliter Blutserum. Für Fahranfänger und Personen unter 21 Jahren besteht ein absolutes Cannabisverbot am Steuer. Mischkonsum von Alkohol und Cannabis ist ebenfalls untersagt.

Evaluation des Cannabisgesetzes

Das Cannabisgesetz wird hinsichtlich seiner Auswirkungen auf Kinder- und Jugendschutz sowie organisierte Kriminalität evaluiert.

FAQ zu Cannabis & Co.

Was bedeutet CBD?

Cannabidiol ist ein Cannabinoid der Cannabispflanze, das nicht berauschend wirkt, aber je nach Produktform rechtlich unterschiedlich bewertet wird.

Ist CBD dasselbe wie Cannabis?

Nein. Cannabis ist die Pflanzengattung beziehungsweise der Oberbegriff. CBD ist ein einzelner Inhaltsstoff der Cannabispflanze, während THC der berauschende Wirkstoff ist.

Kann CBD strafbar sein?

Ja, es KANN ein rechtliches Risiko entstehen, wenn ein Produkt zu viel THC enthält, als nicht verkehrsfähiges Lebensmittel oder Arzneimittel eingestuft wird oder der Verdacht eines illegalen Handels, Besitzes oder einer Einfuhr besteht.

Was bedeutet THC?

Tetrahydrocannabinol ist der psychoaktive Wirkstoff der Cannabispflanze und rechtlich insbesondere bei Cannabisbesitz, Straßenverkehr und Produktgrenzwerten relevant.

Was ist Nutzhanf?

Nutzhanf bezeichnet THC-arme Hanfsorten, die gewerblich, wissenschaftlich oder industriell verwendet werden können, sofern die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind.

Was ist das KCanG?

Das Konsumcannabisgesetz regelt seit 2024 unter anderem Besitz, Eigenanbau, Konsumverbote und Anbauvereinigungen für Cannabis zu nicht-medizinischen Zwecken.


SBS LEGAL – Kanzlei für CBD-Recht

CBD-Recht ist seit der Cannabisreform 2024 rechtlich komplexer geworden, weil CBD-Produkte, Nutzhanf, THC-Grenzwerte und Cannabisbesitz unterschiedlichen Regelungen unterfallen. Besonders wichtig sind die Abgrenzung zwischen legalem CBD, THC-haltigem Cannabis und möglichen strafrechtlichen Vorwürfen.

Rechtliche Unterstützung bei CBD, Nutzhanf und Cannabisvorwürfen

Wer wegen CBD-Produkten, Cannabisbesitz, vermeintlich illegaler Einfuhr, Handel oder THC-Grenzwerten mit Ermittlungsbehörden konfrontiert wird, sollte frühzeitig anwaltliche Unterstützung einholen. SBS LEGAL prüft für Sie, ob der konkrete Vorwurf rechtlich tragfähig ist, ob Grenzwerte oder Ausnahmevorschriften für Nutzhanf einschlägig sind und ob gegenüber Polizei oder Staatsanwaltschaft eine sachgerechte Verteidigungsstrategie möglich ist.

SBS LEGAL unterstützt Sie diskret, strategisch und mandantenorientiert bei der Einordnung und Verteidigung im CBD- und Cannabisrecht.

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