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Ist CBD in Deutschland legal?


Cannabis, Marihuana und Hanf. Diese Begriffe sind den meisten seit der Hippie-Ära vor allem durch seine berauschende Wirkung bekannt. Doch was sich genau hinter diesen Begriffen verbirgt und was legal und was strafbar ist erfahren Sie hier.

Begriffserklärung

Cannabis, Marihuana und Hanf sind die drei bekanntesten Begriffe.

Unter Cannabis versteht man den Oberbegriff der Pflanzenart. Dieser teilt sich in die Unterkategorien Hanf und Marihuana auf

  • In „Hanf“ ist meist 20 % oder mehr CBD und weniger als 0,2 % THC enthalten. Er wird auch als „Nutzhanf“ oder „Industriehanf“ bezeichnet und dient der Herstellung von CBD & Hanfkosmetik
  • In „Marihuana“ dagegen ist mehr als 20 % THC enthalten. Es wird in der Medizin genutzt oder in „Joints“ als Rauschmittel verwendet.


CBD oder THC ?

Der Unterschied zwischen CBD und THC liegt in der chemischen Zusammensetzung. Während THC psychoaktiv wirkt und somit einen Rauschzustand erzeugt, wirkt CBD hingegen entspannend. Daher ist auch die Legalität bei CBD und THC eine andere.

Cannabis war in Deutschland bis 2017 vollumfänglich illegal. Dann wurde Marihuana für die rein medizinisch-therapeutische Behandlung von Erkrankungen gestattet.

Bei CBD kommt es darauf an, ob es als Einzelsubstanz vorliegt

Ist das der Fall, dann ist es in Deutschland legal, da es aus Nutzhanfpflanzen mit geringem THC-Gehalt gewonnen wird. Die World Health Organization (WHO) hat CBD als Einzelprodukt als unbedenklich eingestuft.

Besitz von Cannabis – strafbar oder legal?

In Deutschland ist der Besitz, Handel und Anbau von Cannabis untersagt. Die Pflanze Cannabis ist in den Anlagen I und II zum Betäubungsmittelgesetz aufgeführt. Die Verschreibung von Cannabis durch einen Arzt oder eine Ärztin ist jedoch möglich. Somit ist der Anbau für medizinisches Cannabis gestattet.

§ 1 BtMG: Betäubungsmittel

(1) Betäubungsmittel im Sinne dieses Gesetzes sind die in den Anlagen I bis III aufgeführten Stoffe und Zubereitungen.

Anlage (BtMG)


Ausnahmevorschriften für Cannabis

Es gibt jedoch auch Ausnahmevorschriften für Cannabis. So ist Cannabis – CBD unter folgenden Voraussetzungen legal:

  • Der THC Gehalt übersteigt 0,2 Prozent nicht
  • Der Verkehr dient ausschließlich gewerblichen oder wissenschaftlichen Zwecken und
  • Der Zweck schließt einen Missbrauch zu Rauschzwecken aus

Handel mit CBD-Blüten trotz Ausnahmevorschrift für Cannabis verboten?

Das Urteil des BGH hat nun aber deutlich gemacht, dass die Verurteilung wegen Handeltreibens mit CBD-Blüten rechtskräftig ist und der Handel trotz der Ausnahmevorschrift für Cannabis verboten ist.

So wurde festgestellt, dass die CBD-Blüten zwar einen Wirkstoffgehalt von 0,2 % THC aufweisen und diesen nicht überschreiten, allerdings kann ein Missbrauch der CBD-Blüten zu Rauschzwecken nicht ausgeschlossen werden.

Mehr dazu lesen Sie hier.

Legalisierung ab 2022?

Die Ampelkoalition hat im Oktober 2022 ihre Legalisierungspläne für Cannabis vorgestellt.  Doch dieses Ziel wird unmöglich 2022 erreicht werden können. Es könnte noch bis 2024 dauern, bis Cannabis legalisiert wird. Denn ein Gesetzesprozess dauert in Deutschland rund 175 Tage.

Nach Gesetzesverabscheidung sillen dann die gesellschaftzlichen Auswirkungen getestet werden. 

Wieso soll Cannabis legalisiert werden?

Die Legalisierung von Cannabis trifft auf große Zustimmung, jedoch auch auf Gegenwind. Viele stellen sich die Frage wieso Cannabis legalisiert werden soll.

Cannabis gilt als Rauschmittel und wird in großen Mengen auf Schwarzmärkten vertrieben. Dies führt nicht nur zu eienem unkontrollierten Markt, sondern kann auch großen Schaden in Form von verunreinigtem Cannabis führen.

Eine Legalisierung macht Qualitätskontrollen möglich. Dadurch gelangen alle volljährigen Bundesbürger an eine zuverlässige, reine Droge.

Höhere Sicherheit durch Legalisierung

Die Legalisierung von Cannabis soll für höhere Sicherheit sorgen. So sollen nur lizenzierte Personen, die nachweisen können, dass sie sich mit Cannabis und dessen Folgen auskennen, anabuen und verkaufen. Durch diese Entlastung kann sich die Polizei vermehrt auf den illegalen Handel mit harten Drogen konzentrieren.

Wirtschaftliche Auswirkungen

Eine Legalisierung von Cannabis hätte jedoch nicht nur Auswirkungen auf die Sicherheit der Konsumenten und die entlastung der Polizei. Sie hätte auch wirtschaftliche Auswirkungen. Eine Studie hat einen Bedarf von bis zu 700 Tonnen Cannabisblüten pro Jahr errechnet. Wenn man von einem Preis von 10 Euro pro Gramm ausgeht, sind das 7 Mrd Euro.

Neben den Einsparungen bei Polizei und Justiz wären dan über 3 Mrd Wuro Steuereinnahmen

Verstoß gegen EU-Recht?

Experten des Bundestags befürchten, dass die geplante Legalisierung gegen EU-Recht verstößt. Deutschland ist an europäische Verträge gebunden. Diese stünden einer Legalisierung entgegen.


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