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Mehr Geldwäsche mit Bitcoin und anderen Kryptowährungen


Anstieg von Verdachtsmeldungen bei der Anti-Geldwäsche-Einheit

Kryptowährung wie Bitcoin, Ether und Co. finden als digitale Währung immer mehr Anklang. Digitale Transaktionen sind keine Seltenheit mehr, sondern kommen immer häufiger vor. Mit der steigenden Zahl an digitalen Transaktionen wächst allerdings auch die Kriminalität im digitalen Raum. Kriminelle haben in Bitcoin und Co. schon längst eine Möglichkeit gefunden Geldwäsche zu betreiben und Straftaten zu begehen.

Diese Behörde ermittelt gegen Kriminelle

Die vom Zoll aufgehängte Behörde Financial Intelligence Unit (FIU) ermittelt gegen eben solche Geldwäsche-Straftaten. Die FIU ist eine in Köln ansässige Behörde, in der Datenwissenschaftler, Juristen und Ermittler verdächtige Geldströme untersuchen. Sie wollen verhindern, dass Kriminelle Geldwäsche betreiben oder Terroristen finanziert werden. Hauptsächlich analysieren sie Verdachtsmeldungen nach dem Geldwäschegesetz.

Verdachtsmeldungen zu Geldwäsche häufen sich

Die Zahl der Verdachtsmeldungen steigt von Jahr zu Jahr. Laut der FIU haben Banken und Finanzdienstleister im Jahr 2024 so viele Verdachtsmeldungen wegen Geldwäsche gemeldet, wie noch nie zuvor. Der Anteil von Meldungen im Zusammenhang mit Kryptowährung stieg ebenfalls, nämlich um 8,2 Prozent auf insgesamt 8711 Fälle. Die Verdachtsfälle im Zusammenhang mit Kryptowährung machen allerdings weiterhin lediglich einen kleinen Teil der gesamten Verdachtsfälle aus. Der Anteil an den gesamten Verdachtsfällen lag bei ca. 3,3 Prozent. Grundsätzlich ist der Trend allerdings, dass Geldwäsche bei Krytpowährung zunimmt. In den Jahren 2019 und 2020 wurde ca. 3,5 Milliarden und 8,5 Milliarden USD aus Transaktionen mit Bitcoin mit Geldwäsche in Verbindung gebracht. Im Jahr 2023 waren es dann bereits 24,2 Milliarden USD.

Andere Behörden arbeiten mit der FIU zusammen

Viele andere Behörden, wie die Staatsanwaltschaften und die Landeskriminalämter arbeiten eng mit der FIU zusammen. Die Zentralstelle der FIU hat 2024 über 80.000 Analyseberichte an verschiedene Ermittlungs- und Sicherheitsbehörden geschickt.

Orientierungshilfe schafft Klarheit

Für mehr Klarheit bei der Einreichung von Verdachtsmeldungen sorgte die FIU zusammen mit der BaFin, als sie 2024 gemeinsam eine Orientierungshilfe veröffentlicht hatten. Banken, Rechtsanwälte und Notare konnten so besser erkennen, wann eine Verdachtsmeldung vollständig und unverzüglich war.

Internationale Vernetzung hilft bei der Ermittlung von Kriminalität und Terrorismusfinanzierung

Durch die mittlerweile internationale Vernetzung der deutschen Antigeldwäschebehörde, kann die Kriminalität international eingeschränkt werden. Der FIU hatte sich bereits mit Geldtransaktionen im Zusammenhang mit Terrorismus auseinandergesetzt. Der FIU hatte im Nahen Osten zur Bekämpfung der Finanzierung von Terrorismus beigetragen. Nur mit der internationalen Zusammenarbeit mit anderen Behörde kann die Kriminalität auf internationaler Ebene wirklich eingeschränkt werden.

Ermittlung der Kriminellen ist bei Kryptowährung wie Bitcoin besonders schwierig

Die Ermittlung von Kriminellen, die hinter der Geldwäsche stehen ist oftmals schwer und dauert lange. Zwar werden Transaktionen mit Kryptowährung lückenlos aufgezeichnet, sodass bei jeder Transaktionen eigentlich ein Täter ermittelt werden müsste. Allerdings werden viele und hohe Beträge von Kryptowährung schnell über mehrere Landesgrenzen bewegt. Dabei werden oftmals Krypto-Dienstleister verwendet, die ihre Sorgfaltspflichten leider nicht immer einhalten. Kriminelle arbeiten außerdem häufig mit technischen Methoden, um die Transaktionen zu verschleiern. Besonders häufig nutzen Kriminelle sog. Krypto-Mixer. Der Krypto-Mixer mischt Kryptowährungen von verschiedenen Nutzen zusammen und verteilt diese an andere Adressen. Dadurch wird die Herkunft der Währung verschleiert. Eine weitere Methode ist das Verschieben von eigenen Wallets. Kriminelle erstellen mehrere Wallets und verschieben Kryptowährung zwischen den Wallets, um auch hier die Herkunft der Währung schwerer auffindbar zu machen. Insbesondere wenn mehrere Methoden zusammen verwendet werden (sog. Layering), ist die Veschleierung besonders ausgeprägt. Diese Methoden führen dazu, dass es nicht mehr nachvollziehbar ist, wer der Täter hinter diesen Transaktionen ist. Umso wichtiger ist eine internationale Zusammenarbeit, um die Transaktionen besser nachvollziehen zu können.

Verdachtsmeldung über verdächtige Transaktionen übermitteln

Sollte ein Verdacht bestehen, muss der Verdachtsfall unverzüglich der FIU übermittelt werden. Insbesondere Banken, Finanzunternehmen, Anwälte, Notare und Steuerberater sind verpflichtet Verdachtsfälle zu melden. Ein Verdachtsfall liegt vor, wenn Tatsachen vorliegen, die auf Geldwäsche oder der Finanzierung von Terrorismus hindeuten.

Gefährdete Personen

Von der Geldwäsche können eine Reihe von Personen und Unternehmen betroffen sein. Finanzdienstleister und Banken müssen aufpassen, wenn sie Verdachtsfälle erkennen. Sie haben besonders viel mit Kryptowährung zu tun, weil sie die Kryptotransaktionen verwalten. Aber auch Händler und Online-Shops sind gefährdet mit „gewaschener“ Währung in Berührung zu kommen. Akzeptieren Händler Kryptowährung als Zahlungsmittel, kann es vorkommen, dass die Zahlungen aus kriminellen Quellen stammen.


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