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| Medienrecht, Reputationsrecht

Neue Gefahr für die Unternehmensreputation


Wie Angreifer mit dubiosen Webseiten den Ruf von Unternehmen schädigen

Viele Unternehmen und Start-Ups machen sich die digitalen Medien zu Nutze und profitieren so von den heutigen Kommunikationsprozessen und Vernetzungsmöglichkeiten. Das Internet ist allerdings ein zweischneidiges Schwert, denn die Mechanismen können auch destruktive Wirkung haben und letztlich dem Ruf des Unternehmens schaden. So gehören beispielsweise Hackerangriffe, schädliche Suchmaschinenoptimierung (Negative SEO) und negative Bewertungen zu den kriminellen Digitalstrategien, mit denen Menschen bewusst die Reputation von Unternehmen angreifen.

Besorgniserregende Online-Beiträge als neue kriminelle Digitalstrategie

Zwar können sich Unternehmen in einem gewissen Umfang gegen digitale Angriffe schützen, allerdings ist es ein Katze-Maus-Spiel, denn die Angreifer werden immer kreativer. Zu den neueren Digitalstrategien der Angreifer gehört das Erstellen von Online-Beiträgen, in denen schwere Vorwürfe gezielt gegen Unternehmen erhoben werden. Häufig sind die Vorwürfe weit von der Realität entfernt oder die Informationen sind sogar frei erfunden. Betroffen sind vor allem mittelständische Unternehmen aus der Finanzbranche, die über das eigeneSicherheit Webseite Homepage Unternehmen nur wenig Informationen im Netz veröffentlichen.

Gezielte Schädigung unter dem Deckmantel des Verbraucherschutzes

Die Beiträge enthalten (vermeintliches) Detailwissen und werden auf eigens dafür angefertigten Webseiten veröffentlicht, welche auf den ersten Blick seriös wirken. Die Veröffentlichung der Information erfolgt scheinbar zum Zwecke des Verbraucherschutzes. Da die Webseiten suchmaschinenfreundlich gestaltet sind, werden sie z.B. bei Google in den Suchergebnissen besonders weit oben angezeigt und sind somit für Kunden, Geschäftspartner und Investoren leicht zu finden. Werden gleich mehrere Beiträge dieser Art veröffentlicht, verstärkt dies den negativen Eindruck und erschwert es dem betroffenen Unternehmen gleichwohl, gegen die (falschen) Informationen anzukommen.

Verantwortliche hinterlassen keine Spuren

Die Webseiten werfen Fragen auf: Wer verbirgt sich hinter den Beiträgen und warum will der Betreiber der Webseite die Reputation bestimmter Unternehmen schädigen? Möglicherweise handelt es sich um Wettbewerber, die ihre Konkurrenten vom Markt verdrängen wollen. Leider bleibt es bislang nur bei Vermutungen, denn im Impressum der Webseiten werden üblicherweise Länder wie die Mongolei als Kontaktadresse angeben, sodass die Angreifer unter dem Schutz der Anonymität des Internets agieren.

An den Beiträgen können „Nutzungsrechte“ erworben werden

Um gegen die rufschädigenden Online-Beiträge vorzugehen und wirtschaftliche Schäden abzuwenden, haben sich einige Unternehmer bereits an die Betreiber der Webseiten gewandt. Prompt machten einige Angreifer den Unternehmern das Angebot, „Nutzungsrechte“ an den Beiträgen erwerben zu können, wodurch ihnen der Zugriff auf die Online-Beiträge offen stünde. Dafür forderten sie aber eine Vergütung in beträchtlicher Höhe, was rechtlich bewertet nichts Geringeres als ein Erpressungsversuch ist.

Rechtsschutz für betroffene Unternehmen

Derartige Angriffe auf ihre Reputation müssen Unternehmen keineswegs erdulden. Aus diesem Grund ist ausdrücklich davon abzuraten, auf die Angebote der Webseitenbetreiber einzugehen. Zielführender ist die Erwirkung einer einstweiligen Verfügung auf Unterlassung gegen den Webseitenbetreiber. Daneben kommt gegen den Suchmaschinenbetreiber ein Unterlassungsanspruch in Betracht, um die Beiträge auf den Webseiten mit den Verlinkungen zu den Unternehmen aus den Suchergebnissen zu entfernen.  

Sobald ein Unternehmer von Webseiten dieser Art Kenntnis erlangt, ist es daher ratsam, sich schnellstmöglich an einen Experten aus dem Medienrecht zu wenden.


SBS Legal – Rechtsanwälte für Medienrecht und Reputationsrecht

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