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SBS | Fachgebiete Die Gesellschaft mit beschränkter Haftung

GmbH - Die Gesellschaft mit beschränkter Haftung 

Die GmbH gilt als die wichtigste Gesellschaftsform in Deutschland und kann beinahe zu jedem gesetzlich zulässigen Zweck eingesetzt werden. Die nachfolgenden Ausführungen geben Gründern einen ersten Überblick über die Vor- und Nachteile der GmbH.

Vor- und Nachteile der GmbH 

a) Vorteile der GmbH

Als ein wesentlicher Vorteil der GmbH ist hervorzuheben, dass den Gläubigern für Verbindlichkeiten der Gesellschaft nur das Gesellschaftsvermögen haftet (§ 13 Abs. 2 GmbHG). Es gilt im Grundsatz also eine strikte Haftungsbeschränkung für die Gesellschafter. Nur in bestimmten Ausnahmekonstellationen kommt eine persönliche Haftung der Gesellschafter in Betracht, z.B. bei Fehlern mit der Aufbringung und Erhaltung des Stammkapitals oder bei existenzvernichtenden Eingriffen).

Darüber hinaus ist eine Mindestzahl der Gründer nicht vorgeschrieben. Die GmbH kann damit auch durch eine Person allein gegründet werden.

Ein weiterer wichtiger Vorteil der GmbH ist die Unabhängigkeit vom Gesellschafterbestand. So haben z.B. häufige Gesellschafterwechsel oder das Ausscheiden von Gesellschaftern aus der Gesellschaft keine Auswirkung für den Fortbestand der Gesellschaft.

b) Nachteile der GmbH

Zu den Nachteilen der GmbH-Gründung gehört das von den Gründungsgesellschaftern aufzubringende Mindeststammkapital in Höhe von € 25.000,00. Zwar kann eine sogenannte UG (haftungsbeschränkt) mit einem geringeren Stammkapital (z.B. € 1,00) gegründet werden. Die UG hat im Rechtsverkehr gegenüber der GmbH aber regelmäßig mit einem Imagenachteil zu kämpfen. Zudem besteht in der Praxis aufgrund des oftmals geringen Stammkapitals der UG die Gefahr der Unterkapitalisierung.

Bevor sich Gründer für die Gründung einer GmbH entscheiden, müssen sie zudem den hohen Gründungs- und laufenden organisatorischen Aufwand hinsichtlich ihrer inneren Organisation berücksichtigen. So müssen in der GmbH z.B. regelmäßig Gesellschafterversammlungen abgehalten werden. Darüber hinaus bestehen strenge Buchführungs- und Publizitätspflichten. Hervorzuheben ist insbesondere die Verpflichtung zur Offenlegung der Jahresabschlüsse der Kapitalgesellschaft (§ 325 HGB).

Aus unserer Erfahrung heraus stellt sich den Gesellschaftern einer GmbH im Laufe Zeit auch häufig die Frage, ob und wie sie die Gesellschaft wieder verlassen und ihre Beteiligung liquidieren können. Hierbei ist wichtig zu wissen, dass das GmbHG die Möglichkeit eines Gesellschafters, seine Mitgliedschaft in der Gesellschaft ordentlich, d.h. ohne wichtigen Grund zu kündigen, nicht vorsieht. Schon bei Erstellung des GmbH-Gesellschaftsvertrages sollte daher überprüft werden, ob ordentliche Kündigungsmöglichkeiten zum Vertragsinhalt gemacht werden. Sind keine vertraglichen Regelungen vorhanden, so kommt häufig nur der Verkauf der GmbH-Geschäftsanteile in Betracht. Dieser gestaltet sich allerdings oftmals schwierig, weil ein entsprechender Markt in vielen Fällen nicht besteht.

Es zeigt sich daher, dass die Gesellschafter bzw. Gründer einer GmbH sowohl bei der Gründung als auch bei der Führung der laufenden Geschäfte der GmbH viele Aspekte zu berücksichtigen haben.

Wenn auch Ihnen sich Fragen zu Ihrer GmbH stellen oder Sie eine GmbH gründen möchten, können Sie uns gerne kontaktieren. Wir beraten und unterstützen Sie gerne zu allen Fragen des GmbH-Rechts.


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